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hach, waren das schöne zeiten, als littleguy sich noch so herrlich von mir beeinflussen liess, bei den kleinen dingen des alltags.

früher gingen wir gemeinsam zum frisör und ich sagte, welche frisur geschnitten wird. letzte woche bat er mich eines abends, bei meinem frisör anzurufen, um einen termin für ihn zu vereinbaren. weil "der hat mir die haare bisher am besten geschnitten". ich sagte, dass ich aber erst am samstag mit ihm zum frisör gehen kann und er sagte: "ich brauch dich ja nicht dazu. der frisör ist doch in der nähe meiner schule. da find ich auch alleine hin. ruf du bitte nur an und mach mir einen termin für freitag aus. ich hab um eins aus, kann also um viertel zwei dort sein."

in solchen momenten sitzt man erstmal da und ist sich nicht sicher, ob man etwas sehr richtig gemacht hat oder ob der kleine kerl sich übernimmt. ich weiss, dass ich mit zehn jahren nicht alleine zum frisör gegangen bin. ich weiss nicht, ob ich es getan hätte, wenn man mich darum gebeten hätte. ganz sicher hätte ich es aber niemals selbst vorgeschlagen.

letzte woche also beschloss ich erstmal, es auf den versuch ankommen zu lassen. und littleguy erledigte das mit links. er ging hin, alberte herum, klärte den schnitt und sieht jetzt nicht mehr wie das fünfte mitglied der beatles aus. mein restgeld hat er nach nur zweimaliger bitte meinerseits auch wieder brav rausgerückt.

vorhin versuchte ich ihn dazu zu überreden, "die rückkehr der mumie" anzusehen. er bestand aber darauf, erstmal zu schauen, was denn auf den anderen sendern gezeigt wird. dabei entdeckte er natürlich james bond und wollte den sehen. ich sagte, dass ich james bond nicht mag. er meinte aber "james bond ist super actig. der macht so viel action, der ist fast besser als der action-man." na dann ...

früher hat es gereicht einmal kurz mit gespielter begeisterung "oh! ah! die rückkehr der mumie!!" zu rufen. heute zieht das nicht mehr.
früher hätte ich ihn sicher auch erklären können, dass die mami viel lieber jennifer lopez sehen würde und er hätte sich gefreut, der mami einen gefallen zu tun. heute hat er längst kapiert, dass die mami bei seiner geburt einen blankoscheck unterschrieben hat, auf dem "was im bereich des möglichen liegt, soll das kind auch bekommen" steht. hach.



zum ersten mal wieder am balkon sitzen und schreiben. zwar mit pulli und weste und meiner neuen haube, aber immerhin draussen.

morgen bin ich definitiv verschnupft, aber das war es mir wert.



miss.ichbedienealleklischees

ich gestehe, sowas hätte mich vor einiger zeit getroffen. damals, als ich mich selbst noch dafür gehasst habe, dass mein leben verfilmt wohl auf rtl2 als true story an einem samstag abend um 20:15 laufen würde, wenn auf allen anderen sinder richtig gute filme gezeigt werden. in einer zeit, in der ich gern abgestritten hätte, wer ich bin.

ich gestehe, dass ich mich inzwischen damit abgefunden habe. meine vergangenheit ist böser rtl2 kitsch. voll von klischees. da fehlt nichts. da gibt es das einzelkind, dass nur von der mutter grossgezogen wird und viel zu jung selbst ein kind bekommt, weil es noch nicht alt genug ist um zu verstehen, dass es zwar eine familie haben will, aber besser noch keine eigene familie haben sollte. da ist der kerl, der nicht damit zurecht kommt, nicht mehr im mittelpunkt zu stehen, weil das baby nun die aufmerksamkeit bekommt. es gibt alkoholismus und gewalt gegen frauen und das mädchen mit ihrem baby, dass eines tages, nach einem besuch bei ihrer familie, einfach nicht mehr nach hause kommt, weil sie ihr leben in dieser form nicht mehr erträgt und fortan als alleinerziehende mutter lebt. exakt in der situation also, aus der sie doch eigentlich flüchten wollte. und dann in weiterer folge, auf der suche nach einer neuen liebe, noch ein paarmal an den falschen kerl gerät. lüge, betrug, wiederholt gewalt - hier wird nichts ausgelassen. inzwischen hat sie das alles hinter sich gelassen und das war nicht leicht.

heute hofft sie, ganz klischeehaft, wahrscheinlich immer noch darauf, dass - ganz hollywood-like - am ende doch noch alles gut wird. der prinz sein pferd zwar zu hause lässt, denn pferde kann sie nicht leiden, aber dafür mit einem schicke auto vorfährt und sie in ein leben mitnimmt, dass so schön ist, dass sogar den klischees von all dem kitsch übel wird.

mein leben war immer klischeehaft. und wird auch niemals anders sein. es ist hart genug, darum zu kämpfen, mit sich selbst klar zu kommen und glücklich zu sein. so glücklich es einem möglich ist. da bleibt keine zeit dagegen anzukämpfen klischeehaft zu sein. und noch weniger zeit bleibt dafür, sich gedanken darüber zu machen, ob andere einem deshalb für eine tussi halten oder finden, dass frauen nicht mehr den attributen entsprechen dürfen, die frauen nun mal zugesprochen werden, nur um nicht dem klischee zu entsprechen.

früher hätte es mir etwas ausgemacht. früher gefiel mir der gedanke, anders zu sein. inzwischen denke ich, dass anders zu sein einsam machen kann. und das es zu viele menschen gibt, die zwanghaft anders sein wollen. damit ist man im endeffekt wieder nur einer von vielen, die ganz gleich ticken.



Then I see you standing there
Wanting more from me
And all I can do is try
Then I see you standing there
I'm all I'll ever be
But all I can do is try
Try

All of the moments that already passed
We'll try to go back and make them last
All of the things we want each other to be
We never will be
And that's wonderful, and that's life
And that's you, baby
This is me, baby
And we are, we are, we are, we are
Free
In our love
We are free in our love


nelly furtado. schön.



als ich heute nach hause kam, wollte ich - aus reiner gewohnheit - die neuen rechnungen aus dem briefkasten mitnehmen und war nicht schlecht erstaunt, als ich plötzlich ein grosses braunes kuvert in der hand hielt. mit meinem namen drauf. ein geschenk ? ein geschenk !

kurzer check meinerseits: hab ich geburtstag ? nein, der war schon. hab ich irgendwo mitgespielt ? nein, ich spiel nie irgendwo mit. hab ich trotzdem irgendwo gewonnen ? nein, auch sehr unwahrscheinlich. ich hab nur einmal was gewonnen. bei einem schätzspiel. und weil ich nicht damit gerechnet hatte zu gewinnen, bin ich früher gegangen und meine preis bekam der, der am zweitnächsten an der richtigen lösung war. dabei hatte ich fast ganz exakt geschätzt. nachträglich waren alle furchtbar von meinen schätzkünsten beeindruckt. tatsächlich hatte ich nicht einmal die frage verstanden und einfach den mittelwert von dem aufgeschrieben, was die leute rund um mich getippt hatten.
weiter im check: hab ich hochzeitstag ? quatsch, ich bin doch nicht einmal verheiratet.

ich wendete das kuvert, um den absender zu lesen und musste erstmal lachen. weil ich witzigerweise auf dem weg von der u-bahn nach hause, über den umweg twoday lesung und die leute die man dort wohl so treffen könnte, genau an ihn gedacht hatte.

im kuvert war eine schicke haube von ganz weit weg und ein briefchen mit dem hinweis auf warme ohren. ich hab die haube natürlich gleich im lift aufgesetzt und bin also mit heissen ohren und einem fetten grinsen auf den lippen zu hause angekommen.

nach den letzten beiden tagen hätte ich nicht gedacht, dass ich am freitag abend lächelnd aus dem lift steigen. vielen dank. dafür und für die haube.

der winter muss jetzt noch ein bissi bleiben. sorry, folks!



miss: gnädige frau, was ist los ? du kannst unmöglich wegen eines kleines streits so sauer sein...

miss: warum nicht ?

miss: weil du doch auch sonst keinen streit auslässt. du magst es, dich zu streiten. und du weisst, dass sich beide partein nach einiger zeit wieder abgekühlt haben. nachträglich ist es nie so schlimm, wie es akut gewirkt hat.

miss: mag sein. ich finde das gerade aber dennoch sehr mühsam.

miss: mag auch sein. aber wenn du mit freunden streitest, dann ist es einfach ein streit und wird sich wieder legen. weswegen hier gleich diese dramatik und entgültigkeit ?

miss: wenn etwas schon so anfängt...

miss: und du denkst, es ist eine gute idee, die flinte bei der ersten kleinsten unentspanntheit ins korn zu werfen ?

miss: wieso kann er nicht davon ausgehen, dass ich mir bei dem was ich sage, sicher etwas denke?

miss: wieso kannst du es ihm nicht einfach erklären ?

miss: ich will mich nicht erklären müssen.

miss: wie soll er dich dann verstehen ? soll er raten ?? wie sagst du selbst immer so schön? "du kannst zwar versuchen es zu erraten, aber die chance aufs richtige zu tippen, ist eins zu einer million." du redest hier von gedankenübertragung.

miss: halt die klappe. wenn ich auf sowas böcke hätte, könnte ich ja gleich selbstgespräche führen...



ich hatte eben einen beitrag geschrieben. der war ganz furchtbar wahr und ganz furchtbar wichtig. für mich.

beim speichern aber ... schwupps ... plötzlich alles weg. ich hasse das.
wenns mal aus dem kopf rausgetippt wurde, ist es äusserst schwierig wieder zurückzuholen.

ich hasse jetzt erstmal eine runde lang alle knallgrauen, weil die dafür verantwortlich sind. so.

edit: gut zu wissen, dass so ein scheiss hier sich aber problemlos reinstellen lässt. damn it !



ich denke, im leben geht es sehr viel darum, das vertrauen nicht zu verlieren. immer wieder mal wird man bewusst angelogen, ausgetrickst. die hinweise darauf sollte man erkennen und dann nicht erst nach ausreden für die person und für einen selbst suchen, sondern einsehen, dass menschen manchmal nicht so sind, wie wir sie gesehen haben oder auch nur gern gesehen hätten.

es wäre komplett falsch, würde man auf andere zugehen und ihren worte nicht mehr trauen. sich zu denken "ja klar, der kann ja viel erzählen" wäre zu simpel. und in wahrheit würden wir uns damit auch selbst sehr viel gutes und schönes vorenthalten.

wenn man aber wiedermal erkennen muss, dass worte manchmal eben nur worte sind und von menschen manchmal sehr listig eingesetzt werden, ist es jedesmal wieder schade. und traurig, einfach traurig.

um durchs leben zu laufen und nicht das vertrauen zu verlieren, braucht man tatsächlich ganz schön eier. und manchmal muss man vielleicht einfach mal all seinen mut sammeln, um ihn zu spüren. um zu sehen, dass er da ist und wieviel davon da ist. angst kriegt man erst beim davonlaufen.



ich vermisse meinen balkon. er ist zwar da, aber es ist einfach noch zu kalt, um draussen zu sitzen. mit einer zigarette die im aschenbecher vor sich hin verraucht und einem glas saft, den laptop auf den hochgelegten beinen liegend. spazierenschauend, spazierendenkend.

ich glaube, ich hätte im moment einen besseren überblick, wenn ich schon draussen sitzen könnte. ich brauch einen raum nur für mich. und wenn der raum nur drei wände hat, dann ist es überhaupt perfekt.



ich hab ein grosses talent dafür, absolut jeden fettnapf mitzunehmen und bloss keinen auszulassen.

vor zwei tagen sass ich mit einer freundin in einem sehr netten lokal, als ein freund durch die tür kam. er wurde von einem mir unbekannten anderen kerl begleitet und da ich mit diesem freund eine woche zuvor in dem lokal war, begrüsste ich ihn mit den worten: "hey. du schlampe bist aber auch jede woche mit jemand anderem hier."
er später fiel mir ein, dass ich zwar privat dort war, er aber eventuell ein business date hatte....

gestern plauderten alle möglichen leute in meinem büro und im zuge der unterhaltung sagte mein kollege: "ein sehr kluger mann sagte einmal: du lebst dein lebe für dich, nicht für andere."
ich lachte spöttisch und sagte im dazu passenden tonfall: "ach gottchen, wo schnappst du denn solche weisheiten auf ? sowas steht doch nicht im sportmagazin, oder?" er antwortete mit einem blick, der andere in ihre schranken verweist: "nein, mein opa sagte das. kurz bevor er starb."

letzte woche hatte eine kollegin von mir einen unfall. ihren audi hatte sie vor noch nicht ganz einem jahr brandneu gekauft und seitdem nur probleme damit gehabt. letzte woche dann kam sie auf der spiegelglatten fahrbahn ins rutschen, knallte in die leitschienen, überschlug sich einmal. ihr ist zum glück nichts passiert, aber das auto trägt jetzt den namen "totalschaden". einen tag nach dem unfall sass sie in meinem büro und blätterte sich gedankenverloren durch eine zeitschrift. ich wollte ein paar sachen von einer veranstaltung abholen und überlegte gerade, wie ich das zeug ins büro schaffen sollte. ohne zu überlegen fragte ich: "sag, hast du jetzt gleich einen termin ?" sie: "nein." ich: "was machst du denn in der nächsten halben stunde ?" sie: "hab nichts vor. wieso ?" ich: "kannst du mich vielleicht ....äh.. nein, vergiss es. " sie: "jetzt sag schon." ich: "nein, vergiss es. war blöd. " sie: "wollstest du mich eben fragen, ob ich dich irgendwo mit dem auto hinfahren kann ?" ich: "ääääh, ja. hatte kurz drauf vergessen. tut mir leid."

diese liste liesse sich ewig lang fortsetzen. und der blick, den mir meine kollegen in solchen situationen zuwerfen, ist auch leider nicht in worte zu fassen. entweder fang ich jetzt langsam mal an, mich nicht selbst immer von dem was ich so sage überraschen zu lassen oder ich halte einfach generell die klappe, wenn ich nichts gefragt werde. vorher denken wird schwierig werden. klappe halten aber erst recht eine mission impossible.

die gute nachricht ist, dass ich inzwischen schon sehr viel erfahrung darin habe, mich aus solchen situationen wieder hinaus zu manövrieren.



gestern telefonierte die kollegin und versuchte mit der person am anderen ende der leitung einen termin zu koordinieren. ihr blick war auf den am bildschirm angezeigten terminkalendern gerichtet, als sie sagte:

"nein, das ist schlecht. morgen bin ich schon ganz dicht."

na dann, freu ich mich doch schon mal auf heute. mit dichten kollegen kann man sehr viel spass haben.



auf dem heimweg musste ich mir selbst eingestehen, dass ich im moment komplett emotional überfordert bin. ich kann im moment absolut nicht sagen, was in mir vorgeht. fast möchte ich glauben, dass gar nichts in mir vorgeht. aber das kann unmöglich stimmen.

eher kämpft der kopf gegen den bauch und der bauch kennst sich sowieso nicht aus und hat deshalb schon mit sich selbst genug zu tun, als nun auch noch den angriff des kopfes abwehren zu können.

am besten wäre es wohl, erstmal gar nichts zu tun und gar nichts zu entscheiden und auch erstmal gar keine emotionen ernst zu nehmen und einfach mal zu warten. worauf ? keine ahnung. wie lange ? auch keine ahnung. ich denke, ich werde merken, wenn das warten zu ende geht.

eines ist sonnenklar: am allerwenigsten darf ich jetzt meinen emotionen trauen. mir selbst ist gerade nicht zu trauen. ich weiss nicht, was ich will und ich weiss nicht, was mir gut tut. ich weiss nicht, was ich mir wünschen soll und ich weiss absolut nicht, was ich eigentlich zu tun habe.

ich kenne mich mit situationen aus, die ins nichts führen, längerfristig nicht funktionieren können und nicht vorsehen, dass ich mich ernsthaft auf jemanden einstellen muss. allein der gedanke, dass es mal anders sein könnte, erzeugt einen gedankenstrudel und bringt meine atmung aus dem rhythmus. unsensible menschen würde eventuell von einer leichten panikattacke sprechen.

heute ist aber auch kein guter tag, um über so etwas nach zu denken. veränderungen sind nicht gerade meine besten freunde und man soll auch immer nur einen schritt nach dem anderen machen.

also erstmal verdaue ich die veränderung, die ich nicht herbeigeführt habe, lasse die neuigkeiten setzen. und wenn die einen schönen platz gefunden und es sich bequem gemacht haben, dann denke ich darüber nach, dass ich viel mehr single bin, als ich je gedacht hätte.



herr littleguy hat ein "sehr gut" auf seine deutsch schularbeit bekommen. immer noch genug rechtschreib- und grammatikfehler, aber die geschichte ist so "nett und lebendig erzählt".

bitte, das muss er von der mutter haben... die rechtschreib- und grammtikfehler, nämlich.



kein österreichischer film kommt ohne sie aus. wenn auf einem film "made in austria" drausteht, ist nina proll drin.

und weil film und fernsehen nicht das ende der fahnenstange sein kann, spielt sie ab jetzt auch noch die hauptrolle in dem in wien uraufgeführten musical barbarella.

und weil auch ein musical immer noch nicht das ende der fahnenstange sein kann, erscheint zeitgleich auch noch ihre neue cd.

zwölf songs, nicht die schlechtesten nennt sich das werk und eben kam ich in den genuss einen track davon im radio zu hören. frau proll hat "ich lieb dich überhaupt nicht mehr" gecovert und die nummer war ja von udo lindenberg schon so schlecht, dass man sie am liebsten ungeschrieben und ungesungen machen würde. nina p. aber verdoppelt und will sehen.

ich hingegen kann sie langsam nicht mehr sehen. sie hat zweifellos talent, aber deshalb muss man sie ja nicht immer und überall zu sehen und zu hören bekommen. und ich weigere mich zu glauben, dass es in österreich nicht auch noch anderer talentierte darstellerinnen gibt. ladies, tretet vor und zeigt bitte was ihr könnt. eine wachablöse wäre most necessary.



manchmal erfährt man neuigkeiten und sie sind, im grunde, erfreulich. für denjenigen, der die neuigkeiten mit sich bringt.

für eine handvoll leute ist es aber, als würde einem die traurigkeit mit stahlbesetzen boots in den magen treten.

ich könnte heulen. weil ich traurig bin und weil ich vollkommen bescheuertes arschloch immer noch nicht gelernt habe, mit meinen wünschen vorsichtiger zu sein. hätte zwar nichts geändert. dennoch. ein ungutes gefühl, wenn man unüberlegt einen wunsch ausspricht, der geht in erfüllung und noch während dir die nachricht überbracht wird, weisst du, dass du das gar nicht wolltest.



gerade gurrte eine taube auf dem balkon und ganz plötzlich war es wieder da ...

als ich klein war, wohnte ich mit meiner mama in einer wohnung in einem alten haus. am dachboden waren leinen gespannt und dort konnte man seine frisch gewaschene bettwäsche zum trocknen aufhängen. und ich habe es geliebt, mit meiner mama auf den da dachboden zu gehen.

durch die schmutzigen und teilweise zerbrochenen kleinen dachfenster, fiel immer ein bisschen sonnenlicht. aber genau dieses licht, das auf dachböden durch schmutzige scheiben bricht, hat eine ganz unfassbare intensität und reinheit. es gibt diesem halbdunklen raum seine eigenartige stimmung.

es flatterten immer grosse, weisse leintücher dort oben und verbreiteten ihren geruch. sie klangen nach segeln und der ganze raum roch frisch gewaschen. und rein. und perfekt.

und während meine mama unsere laken aufhängte, kletterte ich auf den balken herum. umgeben von dem licht und dem geruch, von dieser ganz eigenen atmosphäre des dachbodens. und von dem gurren der tauben, die da oben immer waren. das alles zusammen war ein gefühl. ein schönes gefühl.

ich weiss, würde ich heute einen vergleichbaren dachboden finden, würde dieser sich nicht mehr so anfühlen. da könnte dieses licht sein und da könnten diese laken sein und auch der geruch und auch die tauben - es würde mich dennoch nur an das gefühl von damals erinnern. und weil sich die erinnerung allein schon so warm in der brust anfühlt, hätte ich zu gern das gefühl an sich nochmal gehabt.



littleguy liegt am anderen teil des grossen sofas, blättert in einem comic. er streckt sich und kommentiert dabei: "erst noch strecken, bevor ich penne."

ich lache, er blickt kurz amüsiert zu mir rüber, grinst ansatzweise und sagt: "du kannst ruhig lachen, aber schreib mit. das leben des littleguy wäre ein guter titel."



everybody will find it someday...mein persönliches sierra hab ich bisher nicht gefunden. vielleicht auch schon, dann weiss ich aber nichts davon. dafür hat herr sierra mir geholfen, mein brandneues wohnzimmer zu finden.

ich bin jetzt ein grosser fan des ronahi und der werte leser kann an der stelle die suche nach seiner ausgabe des kamasutra wieder einstellen und zum bildschirm zurückkehren.

ronahi ist der name des lokals und ich mag dort das freundliche personal, die alten sofas, die alten tische, das arabische essen und die musik. einfach sehr angenehm, diese louge im oberen stockwerk des lokals.

die wiener mögen sich bitte persönlich überzeugen. die anderen können sich an der stelle ruhig fragen, warum sie den beitrag denn eigentlich gelesen haben.



 
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