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warum eigentlich, bauen andere scheisse, rennen dann fröhlich verfrüht ins wochenende und ich deschek sitz am freitag bis mindestens halb sieben im büro, um die fehler der anderen zu korrigieren ? warum ? warum nur ? und vor allem: warum immer ich und warum immer am freitag ??

bis montag bin ich dann nicht mehr zickig und schnippisch und böse genug, um meinen momentanen gefühle wirklich verständlich erklären zu können. verdammt nochmal.



heute ist freitag und das ist fein.

draussen ist es hell und ich seh die sonne und es scheint auch warm zu sein und das ist fein.

heute abend seh ich s., darf mich in sein grosses bett kuscheln und mich nachts wiedermal schmunzelnd wundern, wieso er wieder beide decken hat und ich keine einzige und das ist fein.

heute ist schon der 19. und am montag erscheint die neue n.e.r.d. cd, auf die ich schon seit drei wochen warte und warten ist nicht meine stärke, aber jetzt ist es ja schon fast überstanden und das ist fein.

ich fühle mich heute ausgesprochen rund, aber das zum glück nur innerlich und das ist fein.

heute muss ich ein paar rechnungen bezahlen und das ist eigentlich traurig, aber weil alles andere so fein ist, bin ich geneigt sogar das fein zu finden. na fein.



seit ein paar tagen schon hindere ich mich selbst daran, mir ein neues make-up zu kaufen. weil ich mindestens fünf verschiedene schon habe und das brandaktuelle, im moment gern verwendete, noch nicht aus ist. und irgendwann muss ich ja damit aufhören, mir ständig irgendwelchen kleinmist zu kaufen, bloss weil mir gerade danach ist.

seit zwei wochen steh ich also regelmässig vor dem regal, schau mir das neue make-up an und sag mir selbst "nein, lass es da. das darfst du holen, wenn deines aus ist." dass ich bloss eines leer machen muss ist ohnehin schon ein kompro.miss.

gestern erledigte sich die ganze angelegenheit dann vorschnell zu meinen gunsten. ich war abend noch bei einer veranstaltung um zu arbeiten und wollte mich, kurz vor beginn der ganzen geschichte, nochmal frisch machen, ich wollte also nochmal drübermalen. dabei fiel mir mein make-up in die runde öffnung zwischen den beiden waschbecken, die eigentlich für gebrauchte papierhandtücher gedacht war. leider war der waschtisch zu hoch, um es wieder rausholen zu können und das ganze war auch versperrt. man muss wahrscheinlich chef-putzfrau sein, um den schlüssel für den müll haben zu dürfen.

ich stand da also, schaute fassungslos in das loch und als mir bewusst wurde, was da passiert war, freute mich mich. sehr schade.... jetzt ist mein make-up weg und ich muss leider leider das neue kaufen.

in wahrheit schon schlimm, wie man sich selbst überlistet und um den finger wickelt. gleichzeitig ist es aber auch sehr amüsant, dieser inneren monolog zwischen der vernünftigen miss und der miss, die immer nur machen will, was ihr gerade spass macht.



so schusselig sie teilweise ist und so sehr ihr system oftmals darauf gebaut ist, ein bestimmtes system zu verfolgen, so sehr erstaunt sie mich dann immer wieder mit ihrer handling kleiner alltäglicher probeme. die rede ist von meiner freundin/kollegin u.

letztes wochenende wollte sie sich geld aus einem bankomaten rausflippern. der apparat allerdings stürzte ab, sowas kenne ich ja auch eigener erfahrung und schluckte ihre karte. da stand sie dann am samstag nachmittag, mitten im wochenende. ohne bankomatkarte und mit genau zwei euro in der tasche. eine denkbar schlechte ausgangsposition.

u. ging nach hause, kramte ein wenig nach alten zahlungsbelegen und stiess auf eine h&m rechnung. und da die herrschaften dort so freundlich sind, bei ihnen gekaufte klamotten auch wieder zurück zu nehmen, suchte sie noch die dazugehörige hose aus dem kasten, brachte sie in die nächste filiale und liess sich dort an der kasse 45 euro auszahlen.

die geschichten, wie u. so ihren alltag lebt, höre ich immer gern. jedesmal wieder eine gelungene mischung aus dreistigkeit, tollpatschigkeit, chuzpe und einfallsreichtum. teilweise gepaart mit kompletten irrsinn.



zum ersten mal in diesem jahr hab ich mich mit meiner kollegin zu mittag eine stunde lang in die sonne gesetzt, apfelsaft gespritzt getrunken und zu mittag gegessen. dabei haben wir uns erzählt, was sich in den letzter woche so in unserem leben getan hat und uns dabei von der sonne blenden lassen. sie hat in der zeit zweimal ihr packerl zigaretten runtergeschmissen, einmal ihr feuerzeug und einmal ihr handy. letzteres ist auch brav in alle zerlegbaren einzelteile zerfallen und das ist ein untrügliches zeichen dafür, dass der sommer vor der tür steht.

u. ist nämlich ein grosser tollpatsch vor dem herren. in ihrer gegenwart fliegt immer alles mögliche zu boden, wird umgestossen oder ausgeschüttet. den ganze letzten sommer war sie fast ausschliesslich damit beschäftig, aufzuheben was sie fallen gelassen hatte, wegzuwischen was sie ausgeschüttet hatte und zu entschuldigen was sie zerdeppert hatte.

erstaunlicherweise war das im winter nicht so. aber seit sie gestern in der küche eine schüssel suppe auf den boden gekippt hat und nach ihrer heutigen performance beim essen steht fest: der sommer hält einzug.



gestern nachmittag hatte ich ein wenig zeit mal wieder an gar nichts zu denken und dabei fällt einem ja bekanntlich am meisten ein und auf. zumeist fallen einem dinge wieder ein, die man doch längst wusste und auf die man blöderweise immer wieder vergisst oder ihnen einfach im laufe der zeit immer weniger beachtung schenkt. so geht es mir auch mit twoday.

ich weiss, dass ich zwischen beiträgen und comments unterscheide. das sind zwei welten, zwei kommen unterschiedliche herangehensweisen. am einfachsten daran festmachbar, dass comments meist genau so geschrieben sind, wie man es auch sagen würde.

dann muss man noch beachten, dass beim lesen sehr schnell etwas falsch verstanden werden kann. ich lese beiträge und comments von menschen, deren stimme und stimmlage ich kenne, komplett anders als die von leuten, die ich nicht kenne.

und dazu gehört dann auch, von wo auch menschen bloggen, wo sie herkommen und wo sie leben.

die schweizer sind sogar hier immer sehr neutral. nie bei irgendwelchen streiterein beteiligt, halten sich immer raus. manchmal treten sie auch ein wenig beschwichtigend auf, wenn es irgendwo brenzlig wird und das muss man schon sagen: die machen das ganz hervorragend.

die deutschen plaudern gern einfach mal drauf los und klingen schnell so, als würden sie sich schon ewig kennen. ihr humor ist gepaart mit einem gewissen "schmäh kennwa nich" und eine gewisse arroganz klingt da auch immer durch, zumindest kann es leicht zu verstanden werden. ich will hier absolut niemanden auf die füsse, den schlips oder sonstwohin treten. ich als wienerin empfand sogar die frau am bahnschalter und auch die in der bäckerei als ziemlich arrogant.

und dann sind da noch die österreicher und ganz speziell die wiener. wir rennen schnell haass, drücken uns in persönlichen unterhaltung vielleicht schon mal eine spur härter aus, stänkern ganz gern und vor allem sind die wiener immer so ein bisschen von oben herab in ihrer wortwahl. in real life hat das charme, weil es mit einem verächtlichen grinsen versehen wird. witzigerweise habe aber sogar ich hier probleme, es schriftlich richtig zu verstehen.

was wohl daran liegen mag, dass schriftlich alle ähnlich klingen, was den in wahrheit gar nicht vorhandenen tonfall angeht. natürlich kann ichdas als leser lenken. in der fülle der blogger ist das aber gar nicht mehr so leicht.

ich glaube, wenn ich gestresst oder ohnehin genervt bin, lese ich ab jetzt nur noch die schweizer. da kann gar nichts schief gehen.



ich habe es in jobs oft nicht länger als ein halbes jahr lang ausgehalten. dann kündigte ich, weil ich mich dort nicht wohl fühlte. und die sechs monate waren immer das limit.

für meinen jetzigen arbeitgeber gebe ich mir aber inzwischen das vierte jahr mal mehr und mal weniger mühe. und in der letzten zeit lag eine veränderung in der luft. sie war deutlich spürbar, sie war da. ich mag meine arbeit, ich mag meine kollegen, ich mag das büro, ich mag was wir machen und was wir sind ... und dennoch war da ganz stark eine anstehende veränderung spürbar und das machte mich unglücklich. weil ich nicht wusste, wohin ich wollte und was ich eigentlich verändern will. ich versuchte eine plus/minus liste zu schreiben. aber da kam am ende bloss raus, dass ich meinen job mag und weitermachen will. ich überlegte lange, horchte ganz angestrengt in mich hinein ... aber da war keine info. bloss das gefühl, dass eine veränderung deutlich hörbar an die tür klopft.

seit anfang letzter woche ist es nun raus. mein chef wird die firma verlassen und sich neuen aufgaben stellen. es war immer klar, dass das früher oder später passieren wird. der mann ist gut in dem, was er tut und in seinem momentanen tätigkeitsfeld hat er die decke erreicht. dreimal erreicht. sein abschied ist deshalb mehr als verständlich.

und gleichzeitig tut es weh, richtig weh. ein gefühl, wie wenn der vater die familie verlässt. ich hatte anfangs drei monate lang in der firma ausgeholfen und habe dann einen anderen job angenommen. nach dem obligatorischen halben jahr, hatte ich einen termin mit ihm und wollte hören, ob er nicht vielleicht inzwischen jemanden fix braucht. noch bevor ich ein wort sagen konnte, sah er mich an, lächelte und fragte: "wann kommst du nach hause?" und jetzt geht er.

seine neuen mitarbeiter wissen im moment noch nicht, was für ein glück sie haben. sie bekommen einen hammer chef und werden künftig anderen erzählen, dass sie noch nie so einen chef hatten und auch noch nicht vo so einem chef gehört haben.

in den letzten vier jahren sind wir oft zusammengekracht und hatten einige streits. ich hab vor zwei jahren einen massiven fehler gemacht und ihm dadurch sehr viele schwierigkeiten eingehandelt. damals hab ich ihm angeboten zu gehen. und er sagte: "du wirst schön hier bleiben und das mit mir ausbaden." was leicht war für mich, denn obwohl er ehrlich sauer war, wusste ich dennoch immer, dass er vor, hinter und neben mir steht. und das gleichzeitg.

ich mag meinen job und ich liebe diese firma. und die firma war für mich, sowie für alle anderen dort, zu einem grossen teil er. als ich letzte woche davon erfuhr, war ich erstmal zwei tage lang geschockt. inzwischen seh ich das ganze weitaus gelassener und fast eiskalt .... zumindest tu ich so. in wahrheit geht da jemand weg, der in den letzten jahren in meinem leben eine doch sehr grosse rolle gespielt hat und dem ich viel zu verdanken habe.

es ist .... es tut .... autsch



da zeigt man sich die letzten zwei wochen geduldig und sieht vollkommen ein, dass jemand gerade keine zeit für einen hat und genau dann, wenn der stress vorbei ist und ganz viel zeit zum schmusen nachzuholen ist, findet sich für die nächsten fünf tage nicht einmal ein abend, an dem beide zeit haben. das ist nicht fair. zudem fühlt es sich auch nicht gut an.



(ICH habe den streit angefangen. ICH bin schuld. MIR ist das ganze jetzt aber zu blöd und deshalb werde ich sämliche comments zu dem thema löschen. twoday hat defintiv mehr zu bieten, als dumme streiterein.)



vorhin sass ich mit littleguy auf dem sofa und wir lasen. ich ein buch und er ein comic. während des lesen fiel mir ein, dass er heute gitarrenuntericht gehabt hatte und fragte, wie es denn gewesen sei. diese unterhaltung läuft immer gleich ab. er sagt "gut", ich frage, was sie geübt haben, er nennt einen liedtitel und fragt dann "und was noch" und ich sage dann "und natürlich die zweite stimme dazu".

ich fragte also: "was habt ihr denn gespielt ?" und er sagte: "die ziege läuft den berg hinauf. und was noch ?" und ich antwortet: "die ziege läuft den berg hinunter ?" er schüttelte den kopf, zwinkerte mir kurz zu und las grinsend in seinem heftchen weiter.

ein paar minuten später musste ich beim gedanken an die eben geführte unterhaltung lachen und er sah auf, lächtelte mich freundlich an und fragte: "musstest du an das mit dem kaffee denken?"

ich hatte keine ahnung, was er damit meinte und musste deshalb noch mehr lachen. er sah mich irritiert an und wollte wissen, was denn so lustig sei.

ich sagte, dass ich seine frage nicht verstanden hätte, sie aber ausgesprochen amüsant fand. darauf sagte er: "das ist doch nicht lustig. aber es gibt ein lied, das heisst popcorn-polka und dabei kommt darin gar kein popcorn vor."

dann sah er mich kurz prüfend an, nickte zufrieden, weil er wohl den eindruck erlangt hatte, ich hätte die message verstanden und vertiefte sich dann wieder in sein comic.



eine sehr gute freundin von mir, und tatsächlich die höchste instanz in sachen ratschläge in meiner welt, sagte einmal in einem gespräch, dass die menschen einfach zu schnell miteinander ins bett gehen. während man vorher die gemeinsame zeit noch dazu nutzt, sich zu unterhalten und sich näher kennen zu lernen, wird später gerne mal darauf verzichtet und die zeit lieber im bett verbracht.

als sie das sagte, wusste ich, dass sie recht hat. gleichzeitig war mir klar, dass das planen des "richtigen zeitpunkts" für mich nicht lebbar ist. ich bin schlecht im planen. nein, ich bin gut im planen und grottenschlecht beim umsetzen meiner pläne. ich lass den dingen gern ihren lauf und ob man nun sechs wochen wartet oder erst nach dem ersten sex nach dem nachnamen des anderen fragt, ist von der situation abhängig und sagt nichts darüber aus, ob die beziehung, wenns denn eine wird, klappen kann oder nicht.

viel wichtiger - und auch nicht ganz unkompliziert - ist es allerdings, die sexuelle anziehung von den anderen gefühlen zu trennen.

ich will gar nicht wissen, wie oft ich dieses heftige kribbeln im bauch hatte und es ganz zweifelsfrei als verliebtheit identifizierte. tatsächlich fand das kribbeln ein bisschen weiter unten statt und strahlte bloss bin in den bauch hinauf.

gleichzeitig bringt sex aber zwei menschen auch auf eine andere ebene des umgangs miteinader. intimer kann man fast nicht sein.

da lernt man einen menschen gerade als person immer besser kennen, kommt drauf, wie wenig man in wahrheit von einander weiss und der sex täuscht einem gleichzeitig eine grosse intimität vor. man war die ganze nacht ganz furchtbar intim, weiss wie der mensch schmeckt und riecht und aussieht, während man sich nackt aneiander reibt und morgens steht man dann in der küche, will ihm eine tasse kaffee ans bett bringen, klopft sich mit den fingerspitzen an die stirn und überlegt, ob er nun seinen kaffee mit einem oder zwei löffel zucker trinkt.

man begibt sich also auf unterschiedliche ebenen des "sich kennens". man ist körperlich auf einer anderen ebene, als man persönlich - also als person - ist.

dazu kommt dann noch die romantik- und alltagsebene. meist gibt es auch da einen beträchtlichen höhenunterschied. am sofa kuscheln, während man sich einen film ansieht, kann man in wahrheit mit vielen menschen. körperliche nähe tut meist gut. aber schafft man auch einen einkauf in einem grossen supermarkt am samstag nachmittag ohne sich zu streiten ? das ist schon weitaus schwieriger.

spannende sache. einerseits darf man ein hohes level auf bestimmten ebenen nicht überschätzen, andererseits darf man sich nicht gleich entmutigen lassen, wenn man sich auf anderen ebenen immer noch im anfänger-übungs-level herumärgert.

offensichtlich muss man für die liebe auch ein bisschen intelligenz mitbringen. nur gefühl ist zu wenig. kein gefühl ist defintiv zu wenig. nur intelligenz geht also auch nicht. zu wenig gefühl kann von mehr intelligenz nicht wettgemacht werden und umgekehrt.

die liebe ist also ein bisschen wie ein cocktail. die zutaten müssen stimmen. man kann anstelle von rum nicht einfach wodka nehmen und an stelle von cola kein wasser. ein schuss mehr von dem einen oder anderen macht nicht gleich den ganzen drink kaputt. aber das mengenverhältnis muss dennoch stimmen. andernfalls ist es zwar immer noch ein drink, aber nicht der cocktail, den man haben wollte.



ganz gleich was sie dir sagen
es kommt kein ritter der dich befreit
denn die schlüssel zu den schellen
hälst du schon bereit

uns schon sind 99 helden da,
mit ganz viel mut
und 99 sprüchen
und davon alle gut
doch wo bleiben 99 taten
kann mir das einer von euch ratten verraten?


mag sein, ich stand mir in der letzten zeit selbst als meine 99 helden zur seite. mag sein, ich hatte auch 99 sprüche parat. vielleicht waren es auch ein paar mehr. dann wär's wohl jetzt an der zeit, 99 taten folgen zu lassen. oder auch ein paar mehr.



müsli essen, speziell das essen von müsli ausschliesslich morgens, ist untrennbar mit dem erwachsen sein verbunden.

dafür gibt es auch einen sehr guten grund. der ist mir bloss nicht bekannt. aber es gibt ihn ganz sicher.



bei sehr vielen dingen ist ja das zweite mal viel besser als das erste mal und so ist es auch mit dem balkonsitzen.

gestern war noch kühl und zudem lärmten die kinder im hof sehr fröhlich und gar fürchterlich. heute hingegen war es schon etwas dunkel, als ich meinen stammplatz am balkon einnahm. viele hell erleuchtete fenster, ein paar sterne am himmel. man muss allerdings etwas länger hinsehen, um sie erkennen zu können.

unten sitzen ein junge und ein mädchen auf einer bank. er sieht nervös aus, dabei kann er eigentlich nicht mehr viel falsch machen, ihrer körpersprache nach zu urteilen. ich sehe den beiden eine weile zu und muss an meine schulzeit denken....

j.: "miss, äh... ich wollte fragen, also... ähm...willst du mit mir gehen ?"
m.: "ja, ok. wohin ?"

der nächste war klüger und steckte mir verstohlen ein kleines zettelchen in den rucksack. darauf stand mit füllfeder und sehr schön und gut lesbar geschrieben "willst du mit mir gehen ?"

und dann drei kästchen und neben jedem kästchen fand sich ein wort: ja, nein und vielleicht. die grosse frage des verliebtseins als multiple choice quiz.

und ich vermute ganz stark, dass es kein zufall ist, dass mir die geschichte ausgerechnet heute wieder einfällt.



als ich das hier las, machte mich das bild vom kleinen panischen shhhh ganz traurig. weil ich vor verzweiflung und panik heulende kinder immer traurig machen. obwohl traurig gar nicht der richtige ausdruck ist. eigentlich macht es mich richtig fertig, schnürrt mir innerlich die brust ab.

was mir noch mehr zusetzt, sind kinder, die versuchen möglichst tapfer zu sein. und dazu fiel mir dann wieder littleguys erste zeit im kindergarten ein.

obwohl er dort tagsüber spass mit den anderen kindern hatte, war die trennung von der mama am morgen dennoch immer heftig. zumindest in den ersten drei wochen. und während andere kinder tobten, schrieen und heulten, liess er sich immer seine hausschuhe anziehen und sah mich dabei ganz ruhig an. er bekam rote backen und seine kleinen augen wurden ganz wässrig. zwischendurch sah er dann kurz wo anders hin, um die tränen wieder hinunter zu kämpfen. er war nicht zu stolz zum weinen, er war einfach nur tapfer. so, wie er es immer ist und auch immer war.

ich zog ihm dann also seine hausschuhe an, plauderte dabei auf ihn ein, brachte ihn in das spielzimmer, drückte ihn nochmal, gab ihm einen kuss und ging. und wenn die tür hinter mir ins schloss gefallen war, stand ich erstmal ein paar minuten im stiegenhaus und versuchte selbst, die tränen unter kontrolle zu bringen.

wirkt heute so, als wäre das ganze eine ewigkeit her. gleichzeitig war das ganze aber auch gerade erst vorgestern. und irgendwo in der zeitspanne zwischen ewigkeit und vorgestern, ist der kleine junge richtig gross geworden. seine tapferkeit haut mich aber auch heute noch immer wieder um.



heute morgen, nachdem ich mich geduscht und angezogen und angemalt hatte, stiefelte ich in die küche, um noch eine schüssel müsli zu essen.

dann stand ich da, starrte auf den platz, an dem, seit ich in dieser wohnung lebe, überhaupt noch nie müsli gestanden hat und wunderte mich. klar, wenn keiner müsli kauft, kann auch keines da sein. ich war dennoch irritiert.

irritiert, weil kein müsli da war. irritiert, weil ich lust auf müsli hatte. irritiert, weil ich an einem wochentag auf die idee gekommen war, zu hause zu frühstücken. irritiert weil ich tatsächlich frische milch im kühlschrank gehabt hätte.

vielleicht kaufe ich nachher auf dem heimweg einfach mal müsli. vermutlich schmeisse ich es ende des sommers unangetastet und längst abgelaufen weg. auf einen versuch kann ich es aber ankommen lassen.



den chorus sing jamie foxx, den rest kayne west und das ganz kommt augesprochen relaxt daher. während im video die leute dazu eher party machen, klingt der song für mich nach auf-dem-sofa-schmusen.

da kommt dann allerdings dieser rap-part von twista dazwischen.
verdammt, wie schnell ist der mann denn ? schmusen wurde gecancel .... da muss man schon verteufelt schnell zuhören und darauf wiederum muss man sich konzentrieren.

ausserdemcan't wait von sleepy brown feat. outkast und one call away von chingy. zum mit-dem-popo-wackeln noch bada boom von b2k, weil da ja auch der grossartig fabelhafte fabolous mit von der partie ist. klingt alles nach sommer. ja, ich will.



 
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